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Malawi / Mosambik

Diese beiden Länder gehören schon lange zu den zehn Ärmsten der Welt, ca. 53 % der Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze. Die Länder sind stark auf internationale Hilfen angewiesen. Die Bevölkerung ist sehr jung; das Durchschnittsalter beträgt 15 bis 17 Jahre. Die Lebenssituation in Mosambik ist der in Malawi ähnlich. Der jahrelange Bürgerkrieg hat viele Familien und die Wirtschaft des Landes zerstört.

In Malawi und Mosambik ist die Krankheit AIDS eines der größten gesundheitlichen Probleme, Schätzungen zufolge sind circa 900.000 der Menschen HIV positiv. In vielen Fällen ist die Elterngeneration verstorben, sodass es unzählige Waisenkinder gibt. In beiden Ländern leiden Millionen Menschen zudem unter Hunger und Krankheiten, die mit Medikamenten bekämpft werden könnten.

Waisenkind in Malawi oder Mosambik zu werden bedeutet für die meisten Kinder völlige Verwahrlosung, quälender Hunger, nicht selten Kriminalität, Prostitution und schließlich oft auch den Tod. Das Waisenproblem ist in den beiden Ländern inzwischen so groß, dass die Bevölkerung nicht mehr in der Lage ist die Waisen aufzufangen. Normalerweise versuchen Nachbarn oder die Verwandtschaft die Kinder der Verstorbenen aufzunehmen aber da diese selber mit dem Überleben kämpfen, können die verwaisten Kinder von dort kaum oder keine Hilfe erwarten.Die Großmütter, bei denen die Kinder häufig leben, sind oft so schwach, sodass die Kinder nach etwas Essbarem suchen, um ihre Großmutter zu ernähren! Sich selbst überlassen irren die Kinder völlig verdreckt und nicht selten sehr krank umher. Eine Schule zu besuchen ist für viele Waisen undenkbar, da ums Überleben gekämpft werden muss. Auch sind die Kinder für die langen Schulwege oft zu schwach. Immer mehr verwaiste Kinder leben allein. Verzweifelt versucht das älteste Kind, auch wenn es vielleicht gerade 10 Jahre alt ist, die Elternrolle zu übernehmen. Jungen werden oft auf diese Weise kriminell und Mädchen verkaufen ihren Körper, um den eigenen Hunger und den der jüngeren Geschwister zu stillen.