Projektvideo

Flash ist Pflicht!

Unser Projektvideo.

 

 

Typische Aufgaben eines Zivis

Treatment: Das ?Treatment? ist die Krankenbehandlung auf unserer Station. Hier werden täglich die Wunden der Kinder verarztet und Babies von Außerhalb mit allem Nötigen versorgt.

Patenschaften: Auch im Bereich Patenschaften arbeiten Zivis mit. Die Hauptaufgabe hierbei ist es den Briefkontakt zwischen den Kindern und Pateneltern zu betreuen.

Driver: Der Driver ist der ?Fahrer?. Er fährt fast täglich in die Stadt, um Lebensmittel auf dem Markt zu kaufen, andere Besorgungen fürs Projekt zu machen oder Kinder ins Krankenhaus zu bringen.

Streichen: Streichen kann man hier immer! Wenn es keine neu gebauten Häuser dafür gibt, dann gibt es genügend dreckige Wände, die einen neuen Anstrich brauchen!

Animaldepartment:  Der ?Landwirt? betreut in erster Linie die Arbeit der Angestellten. Er schaut, dass bei der Haltung, Zucht, Schlachtung und dem Melken der Kühe nichts schief läuft und optimiert den Betrieb. Des Weiteren fährt er beinahe täglich in die umliegenden Dörfer um das Futter für die Tiere zu kaufen.

Facility-manager: oder auch ?Hausmeister?: Er repariert und baut alles was benötigt wird und sorgt dafür, dass die Arbeiter auf dem Projekt immer was zu tun haben.

Kochen: Bei uns muss jedes Mädchen mindestens einmal in der Woche kochen. Beim Frühstück und Abendessen vorbereiten müssen allerdings auch die Jungs mal dran :)

Wäsche: unsere Wäsche haben wir 2 ausgesuchten Mädels anvertraut, die täglich bis zu 5 Maschinen waschen, aufhängen und falten!

Öffentlichkeitsarbeit: Die Internetseiten und Blogs von der Jüngerschaftsschule und Malo A Mcherezo werden von uns immer auf dem aktuellsten Stand gehalten.

Unterrichten: Auf dem Projekt in Chiole wird 3 mal in der Woche Nachhilfeunterricht gegeben. Hier dürfen auch Zivis unterstützen

Andachten: Jeden Morgen gibt es eine Andacht unter uns Zivis. Da muss jeder mal dran.

 

 

 

Typische Aufgaben eines Zivis

Treatment: Das ?Treatment? ist die Krankenbehandlung auf unserer Station. Hier werden täglich die Wunden der Kinder verarztet und Babies von Außerhalb mit allem Nötigen versorgt.

Patenschaften: Auch im Bereich Patenschaften arbeiten Zivis mit. Die Hauptaufgabe hierbei ist es den Briefkontakt zwischen den Kindern und Pateneltern zu betreuen.

Driver: Der Driver ist der ?Fahrer?. Er fährt fast täglich in die Stadt, um Lebensmittel auf dem Markt zu kaufen, andere Besorgungen fürs Projekt zu machen oder Kinder ins Krankenhaus zu bringen.

Streichen: Streichen kann man hier immer! Wenn es keine neu gebauten Häuser dafür gibt, dann gibt es genügend dreckige Wände, die einen neuen Anstrich brauchen!

Animaldepartment:  Der ?Landwirt? betreut in erster Linie die Arbeit der Angestellten. Er schaut, dass bei der Haltung, Zucht, Schlachtung und dem Melken der Kühe nichts schief läuft und optimiert den Betrieb. Des Weiteren fährt er beinahe täglich in die umliegenden Dörfer um das Futter für die Tiere zu kaufen.

Facility-manager: oder auch ?Hausmeister?: Er repariert und baut alles was benötigt wird und sorgt dafür, dass die Arbeiter auf dem Projekt immer was zu tun haben.

Kochen: Bei uns muss jedes Mädchen mindestens einmal in der Woche kochen. Beim Frühstück und Abendessen vorbereiten müssen allerdings auch die Jungs mal dran :)

Wäsche: unsere Wäsche haben wir 2 ausgesuchten Mädels anvertraut, die täglich bis zu 5 Maschinen waschen, aufhängen und falten!

Öffentlichkeitsarbeit: Die Internetseiten und Blogs von der Jüngerschaftsschule und Malo A Mcherezo werden von uns immer auf dem aktuellsten Stand gehalten.

Unterrichten: Auf dem Projekt in Chiole wird 3 mal in der Woche Nachhilfeunterricht gegeben. Hier dürfen auch Zivis unterstützen

Andachten: Jeden Morgen gibt es eine Andacht unter uns Zivis. Da muss jeder mal dran.

 

 

Malawi ist anders :)

10 Dinge in denen sich Malawi von Deutschland unterscheidet:

1. Die Menschen sind tagsüber immer auf den Straßen, die Kinder spielen draußen

2. Frauen tragen hier grundsätzlich Röcke und Kleider. Sie arbeiten hart und tragen schwere Körbe auf ihren Köpfen, während die Männer oft nur zuschauen!

3. Männer zeigen ihr Freundschaft, indem sie manchmal einfach Händchen halten

4.Alle grüßen sich hier (waowa!)  und wenn wir mit dem Auto durch die Dörfer fahren, kommen die Kinder angerannt,  winken und schreien AZUNGU (Weißer)!

 5. Immer und überall wird Feuer gemacht: ?Wiesen? werden abgebrannt und wo man gerade ist, wird einfach über Feuer gekocht

6. Die Malawianer essen morgens, mittags und abends Maismehlmatsche, genannt: Nsima. Trinkwasser gibt es hier nur aus dem Brunnen.

7. Nahrungsmittel, Hygieneartikel, Kleidung etc. werden auf dem täglichen Markt besorgt, wo auch das Fleisch in der knallen Sonne hängt (Wir essen allerdings nur das Fleisch aus eigener Schlachtung!).

8. Die Schlachtung und das Ausnehmen von Kühen und Schweinen wird draußen vollzogen: Alle können zugucken, sich beteiligen, es wird nur ein ?Küchenmesser? benutzt und Handschuhe sind fehl am Platz

9. Die wenigen Hauptstraßen sind überraschend gut geteert. Dagegen die unzähligen anderen Straßen sind steinig, hügelig,  rotbraun, sandig.. sodass man durchschnittlich nur 20kmh fahren kann.

10. Der Staub auf den Wegen wird regelmäßig gefegt.

 

Ein typischer Tagesablauf von uns Zivis sieht folgendermaßen aus:

7:30 Uhr Frühstück

8:00 Uhr Andacht

8:30 Uhr Stille Zeit

9-12 Uhr Arbeitszeit

12-13 Uhr Mittagessen

13-17 Uhr Arbeitszeit

18 Uhr Abendessen

20 Uhr: Di Gebetsstunde; Do Bibelstunde

23 Uhr Bettruhe

 

Jeden Dienstag fahren wir nach Dombole um dort die kranken Kinder zu behandeln und Kinderstunde zu halten. Außerdem hat dort jetzt eine Aktion gestartet: Jedes Kind bekommt ein Geschenk, entweder von den Pateneltern aus Deutschland oder von uns.

 

20.09.2010

Tinafika!!! (Das ist Chichewa und bedeutet >Wir sind angekommen!<)

Ja, das sind wir, die neue Gruppe mit 13 Jugendlichen aus Deutschland, die im Rahmen der Jüngerschaftsschule >Follow me< für 9 Monate nach Chiole gekommen ist! Vor mittlerweile einer Woche sind wir im wunderschönen Malawi (mit Zwischenstopp in Äthiopien und Kongo) in Lilongwe gelandet und wie durch ein Wunder sind mit uns auch alle Koffer angekommen ? Zum ersten Mal in der Geschichte von >Follow Me<!

Zuerst konnten wir noch gar nicht glauben, dass wir tatsächlich auf afrikanischem Boden waren, bis wir uns zu zehnt mit 250 >Chicken< auf die Ladefläche eines Pickups quetschen mussten! Auf der 6-stündingen Reise zum Gelände von >Malo A Mcherezo< konnten wir schon einen kleinen Eindruck davon bekommen, wie die Menschen hier wirklich leben!

Als wir ankamen wurden wir mit lautem Getöse in Form von Gesang und Tanz von den Kindern herzlichst empfangen! In den nächsten Tagen richteten wir unsere Häuser ein, sodass wir uns nun richtig wohl fühlen. Wir durften hier schon einige Dinge sehen, die man in Deutschland nicht allzu oft zu Gesicht bekommt wie z.B. das  Schlachten eines Schweines oder eines Rindes! Vor Ort gibt es viele Kinder mit denen wir viel Zeit verbringen und auch in umliegenden Dörfern werden Kinderstunden gestaltet.

 Leider mussten wir feststellen, dass die Tage hier früher enden und wir so schon 18 Uhr den Sternenhimmel bestaunen können. Die Container, die schon vor einem  ¾ Jahr in Deutschland losgeschickt wurden und eine Ausbildungswerkstatt und andere Schätzen beinhalten, sind endlich am 15. September angekommen!!

                                           Benni & Katja

Erfahrungsbericht eins Zivis

Malawi 2009/2010

Wir schreiben den 23. September 2009, nachmittags. Eine Gruppe von 10 hochmotivierten (!) Zivis und Freiwilligen verlässt den Lilongwe International Airport. Das Wetter ist gut, sonnig, etwa 30 Grad im Schatten, bei geringer Luftfeuchtigkeit. Der erste Eindruck? Wie im Film. Obwohl wir uns in der Hauptstadt und damit in der zweitgrößten Stadt des Landes befinden, ist der Verkehr nicht allzu dicht, es gibt keine Hochhäuser oder Reihenhaussiedlungen. Auf den Straßen fahren größtenteils ältere Autos, die die Abwrackprämie mit links kassieren könnten. Auf den Wegen neben den Straßen gehen Frauen, die Körbe auf ihrem Kopf tragen. Kinder spielen in den Straßengräben mit Ziegen und rufen ?Azungu!? (?Weiße!?) als sie uns hinten auf der Ladefläche des Landcruisers sehen. Wir verlassen rasch die Stadt, schon wenige Kilometer weiter gibt es kaum noch ein einzelnes Anzeichen für Zivilisation in unserem Sinne. Überall ist rote Erde, hier und da von ein paar grünen Bäumen und ein paar geziegelten Häuschen mit Grasdächern unterbrochen.

Malawi, das ?warme Herz Afrikas?, ist eines der kleineren Länder Afrikas und eines der ärmsten Länder der Welt. Auf dem ?Human Development Index?, der weltweit angibt, wie weit ein Land entwickelt ist, liegt Malawi auf dem siebt letzten Platz. Die extrem große Aidsrate, die nach guten Schätzwerten weit über 50% liegen könnte, lässt tragischerweise sehr viele Kinder zu Vollwaisen werden. Etwa die Hälfte der Bevölkerung lebt von weniger als einem US-Dollar pro Tag.

Nach etwa zweieinhalb Stunden Fahrt und etwa 15 Minuten ungeteerter Holperstraße kommen wir auf dem Projekt an. Mittlerweile ist es dunkel geworden. Die Nachtwächter begrüßen uns aufgeregt am Tor, eine deutsche Kurzeinsatz-Gruppe hat uns schon Essen gekocht und unsere Zimmer im Zivihaus vorbereitet. Wir genießen unseren ersten Abend in Afrika entspannt, schließlich werden viele Aufgaben und Erlebnisse auf uns zukommen. Wir werden uns daran gewöhnen, dass immer die Sonne scheint, wir werden die Sonne in der Regenzeit zwischendurch vermissen, dafür aber den Regen bestaunen, wir werden uns an die Gemeinschaft im Zivihaus gewöhnen, wir werden uns fast einsam fühlen, wenn wir wegen verschiedener Einsätze nur noch zu viert oder fünft zusammen essen, wir werden selber zu Einsätzen in die Berge, nach Mozambique oder in die Großstadt fahren. Wir werden uns vielen Herausforderungen stellen, eine vollkommen andere Kultur kennen lernen, in der ein unbedecktes Knie fast einem Heiratsantrag gleichkommt, und in der es wesentlich wichtiger ist, sich noch ein wenig zu unterhalten, als pünktlich zu einem Meeting zu kommen. Wir werden sehen und anfangen zu verstehen, dass es auch andere Lebensarten als unsere westliche Kultur gibt. Wir werden uns daran gewöhnen, dass nichts selbstverständlich ist, nicht einmal das Wasser, das aus der Leitung fließt, und wir werden lernen, uns über Kleinigkeiten zu freuen ? einen neuen, gespendeten Akkubohrer, ein Glas Nutella oder ein Paket deutscher Schrauben. Und so wird, denke ich, unser Gebet, Gott solle uns verändern, in Erfüllung gehen.

ICW, beziehungsweise To All Nations, hält vier Waisenprojekte in Malawi und Mozambique, ein fünftes wird gerade aufgebaut. Ntcheu (Malawi), das Hauptprojekt, ist neben dem Hauptsitz der Zivis und Freiwilligen mit rund 200 Kindern (Tages- und Projektkinder) das größte der vier Kinderdörfer. Es ist für malawianische Verhältnisse sehr komfortabel ausgestattet, wir sind an das Stromnetz angeschlossen (meistens ^^), verfügen über fließend Wasser und haben sogar eine Internet-Flatrate. Vor einigen Jahren wurde ein eigener Brunnen gebohrt, der durch Pumpen automatisch das gesamte Projekt mit sauberem Trinkwasser versorgt. Die Häuser sind gut eingerichtet, jedes Zimmer hat ein eigenes kleines Bad mit Dusche. Selbstverständlich bleibt aber immer noch ein wenig Afrika-Feeling, spätestens wenn man die Affen im Garten, die Esel und unser neustes Pflegetier, eine Antilope, sieht.

Hier in Ntcheu haben wir mehr oder weniger feste Aufgaben. Ein Driver muss Einkaufstouren, Krankentransporte, Maistransporte und ähnliches fahren. Die Missionarskinder müssen betreut werden, kranke und verletzte Kinder müssen versorgt werden (Treatment), Essen muss gekocht und Wäsche muss gewaschen werden. Eine Ergotherapeutin arbeitet mit den Kindern, eine Freiwillige gibt einigen Missionaren Englischunterricht. Einige streichen die neuen Büros, andere machen mit den Kindern Bibelstunden oder Hauswirtschaft. Die Jungs bauen alles, was anfällt, aus Holz, mauern Säulen für ein Vordach für die Regenzeit oder errichten einen Spielplatz. Wir Zivis und Freiwillige helfen einfach so gut wie möglich mit, um die Missionare zu unterstützen und ihnen ihre Arbeit zu ermöglichen und zu erleichtern.

Und dann war da der Matanda-Einsatz. In Matanda, mitten in den Bergen, liegt eines unserer Projekte. Dort gibt es keinen Strom, kein fließend Wasser, kein Internet und nicht mal eine elektrische Pumpe für den Brunnen (der aber an sich schon ein Luxus ist). Geduscht wird in einem Bambus-Bau, mit einer Schüssel voll Wasser und einem Becher. Es gibt natürlich kein elektrisches Licht, und wenn es abends gegen halb 6 dunkel ist, kann man nur noch mit einer kleinen Petroleumlampe essen und die allabendliche Andacht mit den Projektkindern halten. Aber das ist Afrika!

Die Kinder singen uns ein Willkommenslied, während wir abends beim Projekt ankommen. Sie haben den ganzen Tag auf uns gewartet, weil wir ? vollkommen überladen ? auf den schlechten Straßen (Wegen) nur im Schritttempo fahren konnten. Sie nehmen uns unser Gepäck ab und bringen es dahin, wo wir unsere Zelte aufschlagen möchten. Am nächsten Tag pflücken und bringen sie uns dann haufenweise frische Guavas und gegrillten Mais, helfen uns voller Freude dabei, einen Spielplatz zu bauen, und hören unseren Bibelstunden gespannt zu. Bei der Abendandacht singen sie begeistert und laut (fast zu laut :) ) ? wer Afrika ein bisschen so erleben möchte, wie man es sich bei uns zu Hause vorstellt, der sollte auf jeden Fall für einige Wochen nach Matanda gehen ? weit weg von jeder ?Zivilisation?.

Unsere Zeit hier, in Malawi? Genial, werden wohl die meisten sagen, oder halt ?Malawi ali bwino kwambiiiri kwmabiiri!?. Ich persönlich denke, dass es für jeden vorbehaltlos zu empfehlen ist. Eine andere Welt, eine andere Kultur kennen zu lernen ist spannend und herausfordernd. Natürlich ist nicht alles einfach, und natürlich vermisst man von Zeit zu Zeit den McDonald?s ;) Aber im Großen und Ganzen ist es eine Erfahrung, die garantiert dein gesamtes Leben verändern wird. Und wenn du dich von Gott formen lassen möchtest ? Malawi ist mit Sicherheit ein guter Anfang.